
Erschienen 2012 im Fachverlag Hans Carl, Nürnberg
Der erste umfassende Führer zu Bio-Brauereien und Bio-Bieren in Deutschland.
Sind Bio-Biere bessere Biere?
Warum Bio-Biere? – Es gibt doch das Reinheitsgebot!
Ist Bio überhaupt schmeckbar?
Welche Kriterien unterscheiden Bio-Biere von konventionell eingebrauten Bieren?
All diese Fragen beantwortete der erste Bio-Bierführer Deutschlands und bot einen vollständigen Überblick über alle Bio-Brauereien und Bio-Biere des Landes im Jahr 2012.
Neben den vollständig ökologisch arbeitenden Brauereien wurden auch Bio-Biere, Bio-Biermarken und ihre Geschichte vorgestellt.
2026. Die Brauereilandschaft schrumpft, alkoholfreie Biere sind auf dem Vormarsch, aber glücklicherweise ist der Boom an Bio-Brauereien und Bio-Bieren ungebrochen.
Viele neue Betriebe entstehen als reine Biobetriebe.
In unserem benachbarten Ausland, vor allem in Österreich, aber auch in Italien, Frankreich etc. entstehen vermehrt ökologisch arbeitende Brauereien.
Meine aktuelle Recherche zu einer eventuellen Neuauflage bzw. Online-Veröffentlichung ist vorerst abgeschlossen.
Auf dieser Seite entsteht eine erstmals völlig umfassende Zusammenstellung aller Bio-Brauereien und Bio-Biere.
Und sollte mir was ‚durch die Lappen‘ gegangen sein, bin ich um jede Hilfe und Ergänzung dankbar.
Eventuell entsteht aus dieser Liste dann doch wieder ein gedrucktes Werk.

Die wachsende Liste der Bio-Brauereien und Bio-Biere
Der Name der Brauereien ist direkt mit deren Internetseite verlinkt.
Bei Brauereien, die bereits im Bio-Bierführer Deutschland aus dem Jahr 2012 erwähnt wurden, führt ein ‚HIER‘- Link direkt zum Artikel im Buch.
K: Bio-Komplettbetrieb
T: Bio-Teilsortment, ansonsten konventionell gebraute Biere
L: Biobiere werden im Lohnbrauverfahren in einem anderen Bio-Betrieb hergestellt
B: Brauerei, die nur konventionell gebraute Biere herstellt
M: Biermarke
ROT: Geschlossene Brauereien oder solche, die kein ökologisch erzeugtes Bier mehr anbieten.
In Folgenden die Bio-Brauereien und Bio-Biere aus Deutschland 🇩🇪:
| Art | Ort | Name der Brauerei | Kommentar |
|---|---|---|---|
| TL | Aachen | Bahkauv Brew | Nur Teile des Sortiments werden in Bioqualität gebraut. Die Bio-Biere (Pils und Lager Hell) stammen von der Vulkan Brauerei aus Mendig. Verband: Bioland (Stand 7/25) |
| K | Adelsried | Stadelbräu aus dem Holzwinkel | Anton Rittel braut auf seinem Bauernhof bei Augsburg meist nur ein Bier. Infos siehe Facebook (Stand 7/25) |
| L | Aichach-Blumenthal | Schlossbrauerei Blumenthal | Im Bierführer Schwaben / Allgäu aus dem Jahr 2009 wurde die 2008 gegründete Bio-Brauerei beschrieben. Der Braubetrieb dauerte allerdings nur bis 2014. Seitdem wird ein Bier, das ‚Blumenthaler Hell‘, vom Aichacher Berabecka Boandl-Bräu hergestellt. Das Schloss (siehe Internetseite) firmiert auch nicht mehr als Brauerei, sondern konzentriert sich auf Bio-Hotel und Bio-Gasthaus sowie Tagungen und Seminare. Den ehemaligen Artikel von 2009 findet Ihr hier. (Stand 1/26) |
| K | Aichach-Oberbernbach | Berabecka Boandl-Bräu | Seit 2024 (30-jähriges Brauereijubiläum) werden alle Biere in Bioqualität gebraut. Bei unserem Interview-Besuch für den Bierführer Schwaben/Allgäu im Jahr 2009 wurde noch konventionell gebraut. Den Artikel findet Ihr hier. (Stand 1/26) |
| T | Aldersbach | Brauerei Aldersbach | Im traditionellen Sortiment der Brauerei befinden sich mit dem Bio-Kellerbier und dem Bio-Weißbier zwei eigene Sorten, hergestellt aus ökologischen Zutaten. Mit der Schließung der Brauerei Unertl in Mühldorf und der Übernahme durch die Brauerei Aldersbach leben die Unertl-Biere in Aldersbach fort. Aktuell werden drei Biere angeboten, zwei weitere sind in Planung. Jedoch ist aktuell nur die Alkoholfreie Bioweisse mit Dinkel aus ökologischen Rohstoffen hergestellt, die beiden anderen Sorten (Wolfgangs Weisse und Leichte Weisse) werden aus konventionellen Rohstoffen gebraut. (Stand 2/26) |
| ZU | Alsfeld | Brauerei Alsfeld | Die Erwähnung der Brauerei geht zurück ins Jahr 1414. 1858 wird das Braumonopol der Stadt aufgehoben, die Brauerei kommt in Privatbesitz. Zum Erscheinen des Bio-Bierführers im Jahr 2012 werden vier Biobiere gebraut, bereits im Jahr 2009 wurde das Alsfelder Landdinkel mit dem European Beer Star in Bronze ausgezeichnet. Im Jahr 2014 Insolvenz, 2015 Übernahme durch die Lauterbacher Burgbräu – Auerhahn Schlitz GmbH, einer Tochtergesellschaft des Hochstiftlichen Brauhauses Fulda. Gebraut in Lauterbach, leben die Alsfelder Biobiere seit 2021 als ‚Vogelsberger Naturburschen‘ weiter. Ein Bio-Pilsner und ein Alkoholfreies Bio-Bier werden hergestellt sowie ein Bio-Radler. Siehe auch unter Lauterbach. Den Artikel zur ehemaligen Brauerei Alsfeld aus dem Bio-Bierführer findet Ihr hier. (Stand 2/26) |
| ZU | Altdorf | Altdorfer Brauhaus | 1895 gegründet, geschlossen im Jahr 1997, war nach 102 Jahren Schluss mit eigenem Bier in Altdorf. Die Marke erwarb Glossner Bräu in Neumarkt und stellte bis etwa 2015 vier Biere in Bioqualität her. Den Artikel dazu im Bio-Bierführer aus dem Jahr 2012 findet Ihr hier. Aktuell (Stand 2/2026) existieren keine Lohnbiere unter der Marke ‚Altdorfer‘, auch Glossner Bräu in Neumarkt hat seine Linie ökologischer Biere eingestellt (siehe unten). Es existiert nach wie vor der ‚Brauhaus Altdorf e.V.‘, der allerdings nur Kulturveranstaltungen im ehemaligen Brauhaus anbietet und selbst kein Bier braut. Nicht zu verwechseln mit dem ‚Altdorfer Brauverein‘, der gerade in Altdorf expandiert und eine eigene Sudstätte einrichtet. |
| K | Ansbach | Wirtshausbrauerei Schwarzer Bock Bräu | Seit 2023 wird im Restaurant und Hotel Schwarzer Bock ein dunkles Kellerbier auf einer Mikrobrauanlage in Bioqualität gebraut. Weitere Infos folgen. (Stand 2/26) |
| K | Aschau am Inn | Brauerei Ametsbichler | In Aschau bei Herrn Ametsbichler scheint das Leben ein langer, ruhiger Fluss zu sein. Zu unserem Artikel aus dem Jahr 2012, den Ihr hier findet, scheint sich nicht viel verändert zu haben. Weitere Aktualisierungen folgen. (Stand 2/26) |
| T | Augsburg | Thorbräu | Gemäß der Internetseite des Bräustüberls existiert das Celtic Bio Bier, das im Bio-Bierführer bereits vorgestellt wurde, immer noch, siehe hier. Außerdem das Bio-Bier ‚Blümchen‘ sowie ein Bio-Radler. (Stand 2/26) |
| K | Augsburg-Oberhausen | Bio-Brauerei Rotes Pony | Gegründet 2020 als studentisches Projekt mit einem Glühweintopf, zog die Brauerei Anfang 2025 in die ehemalige Charly-Bräu, auch in Augsburg, um. Dort werden jetzt mit einer 10-Hl-Anlage die Biere gebraut. Interview folgt. (Stand 2/26) |
| B | B | B | B |
| K | Bad Schandau-Schmilka | Bio-Braumanufaktur Schmilka | Laut eigener Aussage die erste Bio-Braumanufaktur in der Sächsischen Schweiz. Seit 2015. Aktuell (Stand 2/26) sechs ökologisch erzeugte Biere: Hell, Bernstein, Dunkel, Pils, Hefeweizen, Bock. |
| T | Bad Schussenried | Schussenrieder Brauerei | Bereits im Bio-Bierführer 2012 erwähnt, bietet die Brauerei nach wie vor (Stand 2/26) zwei ökologisch gebraute Biere an: Das Bioland Pilsner der Marke ‚Binger Lammbräu‘ und das Vollmondbier werden wie gehabt als Biobiere vertrieben. Den Artikel ehemaligen findet Ihr hier. |
| T | Bad Staffelstein-Vierzehnheiligen | Brauerei Trunk Alte Klosterbrauerei | Bereits im Bio-Bierführer 2012 erwähnt, bietet die Brauerei nach wie vor (Stand 2/26) mit der ‚Nothelfer Bio-Weisse‘ das Helle Hefeweißbier in Bioqualität an. Dieses Bier ist – wie die anderen Biere auch – ein echter Tipp und eines unserer ♥-Biere. Ein Besuch der nebenanliegenden Basilika Vierzehnheiligen, die auch dem Weizen den Namen gab (die Basilika ist den vierzehn Heiligen Nothelfern geweiht) ist unbedingt empfehlenswert. Den Artikel aus dem Bio-Bierführer findet Ihr hier. |
| B | Bamberg | Brauerei Spezial | Die Brauerei verwendet ausschließlich ökologisches Malz für ihre Biere. Um im Notfall auf konventionelle Rohstoffe ausweichen zu können, sah man von einer Zertifizierung ab, erklärte man uns im Interview für den Bio-Bierführer Deutschland aus dem Jahr 2012. |
| T | Baumburg (Altenmarkt) | Klosterbrauerei Baumburg | Das Baumburger Klosterdunkel wird nach historischer Rezeptur hergestellt, seit 2009 in Bioqualität. Die weiteren Biere der umweltbewussten Brauerei werden konventionell gebraut. (Stand 2/26) Zum Artikel siehe hier. |
| ZU | Baunatal | Brauerei Hütt | Von 1752 bis 2025 braute Familie Bettenhäuser im nordhessischen Baunatal, südöstlich von Kassel. Im Sortiment befand sich mit dem Hellen ein ökologisch gebrautes Bier. Seit November 2025 wird das Sortiment bei der etwa 60 Kilometer entfernten Schlossbrauerei Rheder in Ostwestfalen nach den ursprünglichen Rezepten gebraut. Inwieweit hier ebenfalls Biobier hergestellt wird, muss sich erst zeigen. Ich bleibe dran. (Stand 3/26) |
| B | Bayreuth | Brauerei Gebrüder Maisel | Unter dem Namen ‚Bayreuther Bio-Brauer‘ gab es bis Frühjahr 2018 die Bayreuther Bio-Weisse, die dann allerdings eingestellt wurde (Stand 2/26). Im Bio-Bierführer Deutschland war sie hier noch vertreten. |
| ZU | Berlin | Berliner Bürgerbräu | Im Jahr 2008 brachte die Berliner Bürgerbräu das Erste Berliner Bio-Pils heraus. Jedoch wurde die Brauerei bereits im Jahr 2010 geschlossen und an die heutige Radeberger Gruppe (damals Binding) verkauft. Konventionell erzeugte Biere gibt es heute (Stand 2/26) zwar noch, diese werden aber bei der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei hergestellt. Die Internetseite existiert noch, berichtet aktuell aber von einer Überarbeitung, vielleicht tut sich ja bald wieder was 😉 |
| M | Berlin | Marke ‚Quartiermeister‘ | Als Verein und angeschlossene Stiftung nennt sich Quartiermeister ‚Die erste gemeinwohlbilanzierte Biermarke Deutschlands‘. Man arbeitet nach dem ethischen Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und verkauft für soziale Zwecke. Gebraut wird in zwei ökologisch zertifizierten Partnerbetrieben. Für den Norden in der Wittichenauer Stadtbrauerei (siehe auch dort) und für den Süden in der Brauerei Gut Forsting (siehe auch dort). (Stand 2/26), Interview folgt. |
| B | Berlin | Brauhaus Südstern | Das Brauhaus existiert noch, braut aber aktuell konventionelle Biere. Lang, lang ist’s her: Zum Papstbesuch im Jahr 2011 wurde ein Bio-Pils eingebraut, das während der Reifung mit Chorälen bespielt wurde. Dies blieb bis heute allerdings der einzige Ausflug in die Biobierszene. Aktuell (Stand 2/26) wird umgebaut, vielleicht besinnt man sich ja in Zukunft wieder auf die Herstellung ökologischer Biere. |
| B | Börnicke | TYRELL BrauKunstAtelier | Auf dem Gutshof Börnicke, nordwestlich von Berlin, braut Thomas Tyrell Biere, die vornehmlich zur Reife gedacht sind. Dementsprechend hoch sind sie im Alkohol. Sie repräsentieren klassische, internationale Bierstile, die für Reife geeignet sind, wie zum Beispiel Barley Wine, Sauer- oder Bockbiere. Ein Großteil der Rohstoffe stammt aus zertifiziert ökologischem Anbau, einige Zutaten oder Gewürze sind konventioneller Herkunft. Eine Bio-Zertifizierung wird auf der Internetseite nicht kommuniziert, Details werde ich demnächst bei einem Interview herausfinden. (Stand 2/26) |
| L? | Breitbrunn | Perger Säfte | Die Firma Perger Säfte am Ammersee bietet eine Vielzahl ökologischer Fruchtsaftprodukte an. Zur Zeit des Erscheinens des ersten Bio-Bierführers im Jahr 2012 war auch noch ein Bio-Zwickelbier in ihrem Portfolio, das sie bei der Bio-Brauerei Peter in Ostheim vor der Rhön (jetzt Rhönpiraten) herstellen ließen. Aktuell (Stand 3/2026) wird dieses Bier nicht mehr auf der Internetseite angeboten. Ich hake nach. |
| T | Bremen | Freie Brau Union Bremen | Von 1907 bis 1968 existierte in Bremen die Union Brauerei. Ehemals ein Zusammenschluss von Bremer Wirten, braute man gemeinsam Bier auf einer 200-HL-Sudanlage. Das historische Gebäude existiert noch und wurde im Jahr 2015 wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt. Als Freie Brau Union wird nun von einer inhabergeführten Brauerei vor Ort auf einem 20-HL-Sudwerk Bier gebraut. Eine Sorte wird in Bio-Qualität hergestellt, das BioStadtBier ist ein Export, das mit Mandarina Bavaria gehopft wird. Interview folgt (Stand 2/26). |
| ZU | Bremen | Nordsch Ökologische Bierspezialitäten GmbH | Firmierend unter dem Namen NORDSCH Getränkevertriebs GmbH wurden ökologische Biere vertrieben. Von 1998 bis 2012 in der Brauerei im Borgfelder Landhaus gebraut, suchte man nach dessen Schließung bei Erscheinen des Bio-Bierführers nach neuen Kooperationspartnern zur Herstellung von Biobier. Inzwischen ist die Firma allerdings liquidiert. (Stand 2/26) |
| ZU | Brensbach-Wersau | Landbrauerei Bierbacher | Eine kleine Landbrauerei, etwa 50 Kilometer südlich von Frankfurt betrieb Bernd Klinger noch zum Erscheinen des Bio-Bierführers im Jahr 2012. Ein Helles und ein Dunkles verkaufte er vor allem auf dem Frankfurter Erzeuger- bzw. Bauernmarkt an der Konstabler Wache. Nun existiert die Internetseite nicht mehr. Weitere Infos folgen (Stand 2/26). Die damalige Seite findet Ihr hier. |
| K | Burghaun | HUNFELT BRAEU | Auch erfreuliche Nachrichten gibt es aus der deutschen Brauerei- und Biolandschaft zu vermelden. Seit 2017 gibt es im hessischen Burghaun, etwa 20 Kilometer nördlich von Fulda, eine neue Brauerei, die ihre Biere (und zwei Limonaden) komplett ökologisch herstellt. Drei Freunde bieten ein großes Spektrum verschiedenster Biere an, klassisch, craftig, fassgereift. Interview folgt. (Stand 2/26) |
| C | C | C | C |
| K | Clenze | Wendland Bräu | Das Wendland mit seinem Wendland Bräu liegt grob im Dreieck zwischen Hannover, Hamburg und Berlin. Etwas genauer noch, zwischen Uelzen und Salzwedel. In dem kleinen Ort Kussebode. Zu Details lest am besten den Artikel aus dem Bio-Bierführer hier. Relativ neu (um genau zu sein während Corona, als der Fassmarkt am Boden war), ist die Abfüllung in Flaschen um überlebensfähig zu bleiben. Das Bier dazu wird in der biozertifizierten Brauerei Carl Betz in Celle gebraut und auch dort gefüllt. Es ergänzt das Angebot der Wendland Bräu im Fass und im Siphon. |
| T | Crailsheim | Biermanufaktur Engel | Im baden-württembergischen Hohenlohe-Franken gelegen, geht die Geschichte des Gasthauses Engel mit angeschlossener Brauerei zurück bis in’s 18. Jahrhundert. Die heutige Biermanufaktur bietet ein umfangreiches Sortiment klassischer Bierstile an. Inzwischen werden auch immer wieder Sorten in Bioqualität erzeugt. Aktuell (Stand 8/26) ist lediglich das Kellerbier alkoholfrei mit ökologischen Rohstoffen eingebraut. Interview folgt. |
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| ZU | Dentlein am Forst | Brauerei Hauf | Eine ehemals sehr gute Brauerei, die allerdings bereits im Jahr 2012 ihren Betrieb eingestellt hat. Unter anderen Bieren befanden sich zwei Biobiere im Sortiment. Speziell ein Emmerbier war hervorragend. Der Grund, warum die Brauerei im Netz immer noch rumgeistert, ist das Fortbestehen der Firma als Getränkemarkt und Zeltverleih, die eigenen Biere gibt es dort natürlich schon lange nicht mehr. Auch die Internetseite existiert nicht mehr. Schön zusammengefasst ist die Geschichte der Brauerei auf der Gemeindeseite von Dentlein am Forst. (Stand 3/26) |
| K | Detmold | Liebharts Privatbrauerei | Bereits 2005 entstand die Brauerei aus der Idee, nur die besten Biorohstoffe zu verwenden. Im Bio-Bierführer Deutschland 2012 bereits beschrieben, wurde das Sortiment inzwischen um fassgelagerte Biere, internationale Craftbeer-Stile und ein Grünhopfenpils erweitert (stand 3/26). Den ehemaligen Artikel, an dessen Aktualität sich bis heute sehr wenig verändert hat, findet Ihr hier. |
| B | Dresden | Neustädter Hausbrauerei | Seit 2002 existiert die bis heute erste Brauerei in der Dresdner Neustadt. Im Bio-Bierführer 2012 hatte Christian Schwingenheuer die Idee, sein gesamtes Sortiment auf Bio umzustellen. Nach Corona im Jahr 2023 war die Brauerei sogar kurzfristig geschlossen, man verkleinerte sich und schloss den Laden. Heute (Stand 3/26) werden keine ökologisch zertifizierten Biere mehr angeboten, doch stammt ein Großteil der Rohstoffe aus Bioanbau. Die Biere stammen alle aus handwerklicher Herstellung aus regionalen Rohstoffen, die Biere werden weder filtriert noch pasteurisiert. Wer mag, kann sich einen eigenen Sud aus Biorohstoffen brauen lassen. Den Artikel aus dem Bio-Bierführer findet Ihr hier. |
| T | Dunstelkingen (Dischingen) | Härtsfelder Familienbrauerei Hald | In der östlichsten Gemeinde Baden-Württembergs, angrenzend an Bayerisch Schwaben liegt die seit 1916 in Familienbesitz befindliche Brauerei der Familie Hald. Der Artikel aus dem Bio-Bierführer ist noch immer ziemlich aktuell, nur die Anzahl der Biobiere ist gewachsen und die Etiketten wurden modernisiert (Stand 3/26). Den ehemaligen Artikel findet Ihr hier. |
| L | Düsseldorf | altus bräu | Altbier aus Düsseldorf gibt’s jetzt auch in Bio. Bzw. das Altus-Altbier IN Düsseldorf gibt’s jetzt in Bioqualität. Will heißen: Gebraut wird das ökologische, obergärige Bier in einem anderen biozertifizierten Betrieb in Deutschland. Man engagiert sich sozial und kulturell in verschiedenen Sparten, siehe Internetseite (Stand 3/26). |
| E | E | E | E |
| T | Ebensfeld | Ebensfelder Brauhaus | Zum 600jährigen Marktrecht von Ebensfeld hat sich die Brauerei überlegt, zusammen mit der Öko-Modellregion Obermain-Jura mit dem Bio-Märzen ein Biobier aus regionalen Zutaten auf den Markt zu bringen. Veröffentlicht wurde es zum Tag des Bieres am 23. April 2026 und ist inzwischen vergriffen. Ob derartige Aktivitäten im ökologischen Sektor weiterverfolgt werden, ist bisher nicht bekannt. Wir bleiben dran. Das Brauhaus auf ist auch auf facebook. Den Link zum besprochenen Bier auf der Seite der Ökomodellregion Obermain-Jura ist hier verlinkt. (Stand 7/26) |
| T | Ehingen-Berg | Berg Brauerei Ulrich Zimmermann | Brautradition auf der Schwäbischen Alb seit 1466. Gab es im Bio-Bierführer Deutschland zwei ökologisch gebraute Biere, werden heute insgesamt vier hergestellt (Stand 3/26) Neben dem malzigen ‚Schäfleshimmel‘ und dem dunklen Mehrkornweizen gibt es das kaltgehopfte Jubel Bier und das malzig-feinherbe Spezial. Den Artikel aus dem Bio-Bierführer findet Ihr hier. |
| ZU | Enzenstein (Schnaittach) | Brauerei Enzensteiner | Zum Erscheinungszeitpunkt des Bio-Bierführers Deutschland im Jahr 2012 war die Brauerei ein komplett ökologisch brauender Betrieb. Spezialbiere mit historischen Getreidesorten und Rezepten standen auf der Tagesordnung. Biere aus Emmer, Schwarzhafer, Imperialgerste oder ein historisches Bier mit dem Namen Vetus Milena waren die Aushängeschilder von Martin Kreß. Irgendwann wurde nur noch konventionell gebraut, bald der Sudbetrieb komplett eingestellt. Die letzten Schließungsmeldungen auf Facebook sind aus dem Jahr 2020, die Internetseite soll seit längerem überarbeitet werden. Sporadisch auftauchende Biere zu diversen Feierlichkeiten werden wohl fremdgebraut. Wir bleiben dran… (Stand 3/26). Hier der Artikel aus dem Bio-Bierführer. |
| T | Eppingen | Palm Bräu | Südwestlich von Heilbronn braut man hier bereits seit 1835. Seit Erscheinen des Bio-Bierführers hat sich auf dem ökologischen Sektor nicht viel geändert. Das ‚Original‘, ein Bio-Pils wird immer noch als einzige Sorte aus ökologischen Zutaten gebraut (Stand 5/26). Den Artikel dazu findet Ihr hier. |
| T | Eslarn | Kommunbrauhaus Eslarn | Die Eslarner Hofmarksherren haben das Brauhaus wohl bereits im 15. Jahrhundert erbaut. Die urkundliche Erwähnung geht zurück ins Jahr 1583. Noch heute ist es eines der fünf verbliebenen Kommunbrauhäuser in der nördlichen Oberpfalz. Bereits 1999 besuchten wir Herrn Zierer für unser Interview zum Oberpfälzer Bierführer. Im Bierführer Ostbayern gibt es in Anhang ein eigenes Kapitel zu den Kommunbrauhäusern, den Artikel zu Eslarn findet Ihr hier. Auf der Internetseite der Gemeinde Eslarn (Link links) finden sich umfangreiche Informationen zu Geschichte, Besuchs- und Verkostungsmöglichkeiten aus erster Hand. Zusammen mit der etwa 20 Kilometer südwestlich liegenden Gemeinde Tännesberg wurde im Rahmen deren Rebhuhnprojektes ein Biobier entwickelt. Gebraut mit ökologischen Rohstoffen und den Getreidesorten Dinkel, Emmer und Einkorn entstand ein untergäriges, unfiltriertes Bier ganz in der Tradition der Kommunbrauhäuser. Weitere Infos hier auf der Seite der Gemeinde Tännesberg. (Stand 5/26) |
| L ? | Eurasburg | Starnberg Bräu | Die Starnberg Bräu GmbH ist eine in Eurasburg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) registrierte Getränke- und Handelsgesellschaft. Nicht zu verwechseln mit dem inzwischen überregional aktiven Starnberger Brauhaus, das sich in Besitz der Krombacher Gruppe befindet. Der Name der Brauerei resultiert aus dem Namen des Inhabers/Geschäftsführers Sebastian Starnberg. Weißbier und Kellerbier waren einmal in Bioqualität verfügbar, aktuell ist aber auch die Internetseite nicht aktiv und auch keinem Eigentümer mehr zugeordnet. Anfang des Jahres 2026 erfolgte eine Umfirmierung als Sebastian Starnberg & Friends GmbH. Aktuell wird in Altötting ein Concept Store mit regionalen Produkten betrieben, in dem auch das Bier erhältlich ist. Helles, Helles alkoholfrei, Weißbier, Maibock und Festbier werden wohl fremdgebraut (Lohnbrau, ich tipp mal auf Forsting, die machen sowas öfter oder evtl. Stein), da nirgends auf einen Braustandort verwiesen wird. Das Kellerbier ist nach wie vor in Bio-Qualität verfügbar. Weitere Infos auf instagram unter starnbergandfriends. Wir bleiben dran… (Stand 7/26) |
| F | F | F | F |
| T | Fattigau | Schlossbrauerei Stelzer | Im beschaulichen Fattigau, etwa 10 Kilometer südlich von Hof, geht alles ruhig seinen Gang. Seit 1353 wird hier gebraut, seit 1900 von Familie Stelzer. Und auch seit dem Artikel im Bio-Bierführer Deutschland hat sich nicht viel verändert (vielleicht die Anzahl der Sude pro Woche…) Immer noch werden zwei Sorten ökologisch gebraut: Die Bio-Perle nach Pilsner Art sowie deren leichter Vertreter, die Bio-Perle leicht mit 2,7%. Den immer noch ziemlich aktuellen Artikel hierzu findet Ihr hier. (Stand 7/26) |
| K | Flensburg (Dollerup) | Urstrom Bier | Im ehemaligen Bio-Bierführer noch als Privatbrauerei Sauer & Hartwig in Flensburg geführt, hat sich inzwischen einiges geändert. Nur der Name und die Philosophie des Bieres sind geblieben. Hat man damals noch mit mehreren Biohöfen der Region zusammengearbeitet, beschränkt man sich heute auf einen festen Kooperationspartner den Bioland-Hof Gut Hohenhain aus Schwedeneck. Desweiteren wurde auch die Firma mit der Übernahme der Dolleruper Destille auf’s Land, östlich von Flensburg verlegt. Die Idee des Bieres ist geblieben, man brennt jetzt noch zusätzlich, und auch drei neue Biersorten haben Eingang in’s Sortiment gefunden: Neben dem Klassiker ‚Urstrom‘ gibt’s jetzt auch noch ein Ale, ein Witbier und ein Radler. Den ehemaligen Artikel findet Ihr hier. (Stand 7/26) |
| T | Forsting (Pfaffing) | Brauerei Gut Forsting | Neben dem damaligen Bio Bier gibt es heute noch ein Bio Hopfenpils, ausschließlich mit ökologischem Aromahopfen gebraut. Sonst braut die Brauerei wie eh und je, gerne auch Bio- und konventionelles Bier im Lohnauftrag für andere Klein- und Kleinstbrauereien. (Stand 7/26). Der ehemalige Artikel ist hier. |
| ZU | Frankfurt | knärzje | Eine schöne Idee und ein junges Startup, das sich jedoch so nicht getragen hat: Zero-Waste-Biere aus Brotresten herzustellen. Leider seit 2025 insolvent, die Internetseite existiert nicht mehr, die Istagram-Seite schon noch, wurde aber bereits seit 2023 nicht mehr bedient, die letzte Veranstaltung stammt auch schon aus dem Jahr 2025. Schade. (Stand 7/26) |
| L | Freiburg | Decker Bier | Keine Brauerei, eher ein Netzwerk bzw. Anbieter von individuellen, selbst gestaltbaren Bieren für Firmen, Gastro etc. Sie arbeiten mit kleinen Brauereien im Schwarzwald zusammen, unter anderem auch mit der Brauerei Rogg in Lenzkirch die selbst drei Biobiere im Sortiment hat (auch schon im Bio-Bierführer Deutschland vertreten. Mit dem ‚Hendrix Helles‘ hat Decker Bier selbst ein ökologisches Helles Bier, hergestellt bei Rogg im Sortiment. (Stand 7/26) |
| K | Freiburg | Hausbrauerei Feierling | Seit 1999 biozertifiziert, wird hier ökologisches Bier gebraut, ohne Zusätze, so wie man selbst sagt, die im Bier nichts verloren haben. Dazu Gaststätte und Biergarten im Zentrum Freiburgs, wo man ebenfalls nachhaltige, ehrliche Küche zelebriert, z.B. ohne Convenience-Produkte oder Friteuse. Eigentlich stand schon alles so im Artikel im letzten Bio-Bierführer, siehe hier. (Stand 7/26) |
| ZU | Freising | Die Fermenter | Zwei Braustudenten aus Weihenstephan mieten sich in Brauereien ein und verwirklichen ungewöhnliche Bierprojekte. Zum Beispiel Zilz, ein Bier aus mitfermentierten Zitronen ohne Limonade oder das ‚Laibhaftige‘, ein nachhaltiges Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung. Die Internetseiten diefermenter und zitronenbier sind aktuell (Stand 7/26) nicht aktiv. facebook- und instragramauftritte existieren unter zilz und diefermenter, letzte aktive Einträge stammen allerdings aus dem Jahr 2024. Wir bleiben dran… |
| K | Freising | Haindl-Bräu | Als erste biozertifizierte Brauerei in der Region Freising gilt die Sudstätte von Rudolf Haindl bis heute (Stand 7/26). Die Internetseite existiert bereits, ist aber noch nicht befüllt. Einen informativen Artikel zu der relativ neuen Brauerei findet Ihr bereits hier. |
| B | Fulda | Hohmanns Brauhaus | Hat die Brauerei zum Erscheinen des ersten Bio-Bierführers mit dem Rhöner Landbier noch ein ökologisch erzeugtes Bier im Sortiment geführt, werden heute (Stand 7/26) alle Bier konventionell erzeugt. Den Link zum damaligen Artikel gibt es hier. |
| K | Furth bei Landshut | Klosterbrauerei Furth | Nicht nur Brauereisterben gibt es zu vermelden, auch neue Sudstätten erblicken das Licht der Welt. Auch wenn die Geschichte der Klosterbrauerei Furth bei Landshut bereits bis Anfang des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Streng genommen kam damals das Braurecht nach Furth, wurde dann für die Hofmark Furth bestätigt und war dann Schlossbrauerei. Erst durch Vererbung an das Bistum Regensburg 1936 und den Erwerb durch die Maristen-Schulbrüder im Jahr 1964 und deren Umbenennung in Klosterbrauerei im Jahr 1980 entstand der heutige Name. Schon nach 13 Jahren verkauften sie die Brauerei an die Schlossbrauerei Hohenthann. Doch dies hielt auch nur fünf Jahre. Dann beendete man dort den Sudbetrieb und stellte von nun an die Kloster-Furth-Biere in Hohenthann her. Nach wiederum mehreren Besitzerwechseln hält seit 2015 eine Tochtergesellschaft der Gemeinde Furth das Eigentum an der Brauerei. Zusammen mit der Schlossbrauerei Hohenthann fasste man den Plan, die ehemalige Sudstätte wiederzubeleben. Seit 2020 siedet dort nun eine 5hl-Brauanlage als ‚Schaubrauerei‘. Und das Beste: Alle Biere werden ökologisch erzeugt. Ein Helles und ein Dunkles werden gebraut, ebenso ein Radler hergestellt sowie verschiedene saisonale Spezialitäten. Die Biere können im angeschlossenen Bräustüberl verkostet werden. Alle weiteren Infos findet Ihr auf der Internetseite der Brauerei und des Bräustüberls (Stand 7/26). |
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| K | Garmisch-Partenkirchen | Garmischer Hof – Bierbrauerei | Und wieder eine neue Biobrauerei seit Erscheinen des Bio-Bierführers! Diesmal ganz im Süden der Republik. Seit 2019 wird im Hotel Garmischer Hof ebenfalls Bier gebraut. Und das komplett ökologisch. Die Standardrange der Gasthausbrauerei besteht aus obergärigen Bieren. So ist das Hausbier ein ‚Bayerisch Ale‘, daneben gibt es ein Weißbier. Verschiedene Spezialbiere wechseln sich ab, da wird dann schon mal untergäriges Dunkel, verschiedene Böcke oder auch Fruchtbier ausprobiert. Details folgen. (Stand 7/26) |
| T | Geislingen an der Steige | Kaiser Brauerei | Das ‚Oho!‘ Alkoholfrei wird auf der Internetseite aus ökologischen Zutaten hergestellt. Bis ins Jahr 2025 ist die Existenz eines zweiten ökologisch erzeugten Bieres, des ‚Naturpils‘ über verschiedene Verkostungsplattformen nachweisbar. Aktuell erscheint letzteres Bier jedoch nicht mehr auf der Internetseite der Brauerei. Dort werden neben dem ökologischen Alkoholfreien ‚Oho!‘ nur konventionelle Biere angeboten, wenn auch regional gebraut, mit natürlichen Rohstoffen, langer Reifung usw. Wir werden nachhaken. (Stand 7/26) |
| K | Germering | Brauhaus Germering | Auf einer Fahrradtour und dem daraus resultierenden Stammtisch entstand die Idee von 12 Germeringern, gutes Bier selbst zu brauen. Bereits seit 2018 wächst die Brauerei und besitzt inzwischen eine 10hl-Anlage. Alle weiteren Details voraub auf deren Internetseite, demnächst hier bald mehr. (Stand 7/26) |
| K | Glattbach | Brauhaus Bergmann | Kurz nach Erscheinen des ersten Bio-Bierführers Deutschland ging das Brauhaus Bergmann aus Glattbach vor etwa 15 Jahren an den Start. Etwas nördlich von Aschaffenburg in Unterfranken braut Bernd Bergmann inzwischen ein umfangreiches Sortiment von Pils über Kellerbier bis hin zu ausgefuchsten Craftbieren. In der Region sind die Biere in vielen LEHs und Getränkemärkten gut erhältlich. Schaut Euch doch mal auf der Internetseite um, da gibt es wirklich eine beeindruckende Vielfalt. Details folgen. (Stand 7/26) |
| K | Grimma-Nerchau | Nerchauer Brauhaus | Seit 2012 zertifiziert, werden hier, südöstlich von Leipzig, ausschließlich Biobiere gebraut. Erst kürzlich wurde die Flaschenfüllung aufgegeben, ausschließlich Fassbier ist erhältlich. Ob und inwieweit hier noch tatsächlich gebraut wird, muss noch verifiziert werden, da öffentliche Aussagen der Brauerei seit 2025 fehlen bzw. die sozialen Medien auch nur unzureichend bedient werden. Wir bleiben dran. (Stand 7/26) |
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| L | Hamburg | Premium – Biopils | Angefangen vor 25 Jahren mit Premium Cola sind inzwischen etliche Produkte in ‚Premium‘-Qualtiät ins Sortiment des Kollektivs aufgenommen worden. Ebenso schon sehr lange ein Bio Pils, mit dem Premium Label, hergestellt bei der fränkischen Klosterbrauerei Weißenohe. Somit hat sich auch an der damaligen Info aus dem Bio-Bierführer nicht viel geändert., außer der Name der Website… Siehe hier. (Stand 8/26) |
| K | Hamburg | Wildwuchs Brauwerk | Zwei Jahre nach Erscheinen des ersten Bio-Bierführers Deutschland wurde die Brauerei Wildwuchs Brauwerk in Hamburg im Jahr 2014 gegründet. Komplett ökologisch ausgerichtet begann man erst klein, bevor man 2018 an den heutigen Standort ins Elbinselquartier zog. Die Range ist sehr weit gefächtert, Traditionelles wechselt sich mit Craftigem und Fassgereiftem ab. Interview folgt, schaut Euch doch die schöne Bierauswahl mal auf der Internetseite an. (Stand 8/26) |
| K | Hannover | Brauhaus Ernst August | Seit 1986 eine Institution in Hannover. Komplettes Sortiment in Bioqualität, große Auswahl an ständigen und saisonalen Sorten, auf vielen Festen in der Region vertreten, aber lest hier selbst oder auf der Internetseite der Brauerei. Seit dem Artikel im Bio-Bierführer hat sich nicht viel verändert. (Stand 8/26) |
| B | Hannover-Bothfeld | Bio-Bier Döbbeke Spezial | Lang ist’s her: 1964 schloss die Brauerei Döbbeke in Hannover-Bothfeld. 45 Jahre später ließ die auch bereits insolvente Stadtbrauerei am Aegi (HBX) das ehemalige Döbbeke Spezial in Bioqualität aufleben. 2012 übernommen durch die Hausbrauerei Meiers Lebenslust werden hier zwar weiterhin Biere gebraut, allerdings nicht ökologisch, auch eine Reminiszenz an die ehemalige Brauerei fehlt. (Stand 8/26) |
| T | Hausen (Schonungen) | Brauerei Martin | Etwas westlich von Schweinfurt belebte Ulrich Martin die 1850 gegründete, aber nach etwa 60 Jahren bereits wieder geschlossene Brauerei im Jahr 2008 mit einer komplett neuen Brauaustattung. Das klassische Sortiment umfasst auch saisonale Bockbiere und Limonaden und wird um ein ökologisch gebrautes Bier, das helle Gutsbier bereichert, das nach Naturland-Kriterien gebraut wird. Hintergrund ist die Kooperation mit dem westlich von Schweinfurt gelegenen Schlossgut Obbach mit ökologischem Landbau, Direktvermarktung und eigenem Hofladen. (Stand 8/26) |
| T | Hauzenberg | Apostelbräu | Erstmals haben wir die Brauerei im Jahr 1999 für den Bierführer Niederbayern besucht. Hier der Artikel. Bereits damals war sie Vorreiter in Sachen Dinkelbier inspiriert durch Hildegard von Bingen. Auch die Verwendung ökologischer Rohstoffe zum Bierbrauen steckte damals noch in den Kinderschuhen. Nur eine handvoll Brauer arbeiteten bereits so, allen voran Neumarkter Lammsbräu und die Altstadthofbrauerei in Nürnberg. Inzwischen in Rudi Hirz am Steuer, einiges hat sich getan, es gab Export nach Italien mit italienischen Sorten, eines der ersten Pale Ales entstand in Hauzenberg. Auch inspiriert durch Erfolge in den USA und die Craftbeer-Entwicklung gibt es inzwischen eine eigene Craftbeer-Linie, Seminare, Verkostungen, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten; alles unter dem Namen ‚Brauliebe Hirz‘. Die aktuellen Entwicklungen entnehmt Ihr bitte aktuell noch der Internetseite der Brauerei bis der aktuelle Artikel vorliegt. Den aus dem Bierführer Ostbayern findet Ihr hier. (Stand 8/26) |
| K | Heidelberg | Brauerei zum Klosterhof | Etwas nordöstlich der Heidelberger Altstadt, aber immer noch am Neckar, allerdings am anderen Ufer gelegen, befindet sich die Benediktinerabtei Stift Neuburg. In deren Gemäuern, die seit dem 12. Jahrhundert existieren, wurde mit Sicherheit schon früher Bier gebraut. Die rein ökologisch arbeitende Brauerei zum Klosterhof existiert immerhin seit 2009. Die Vielzahl an Bieren, die wir bereits damals im ersten Bio-Bierführer vorstellten, hat sich, auch aufgrund positiver Einflüsse der Craftbeer-Bewegung deutlich erhöht. Schaut mal auf die Internetseite der Brauerei, da werden unterschiedlichste Biobiere, jeweils in Einliterflaschen, angeboten. Den Artikel von 2012 findet Ihr hier. (Stand 8/26) |
| L | Herrmannsdorf (Glonn) | Schweinsbräu | An sich a super Gschicht‘: Karl Ludwig Schweisfurth betreibt mit Herta Wurst bis 1984 eine der lukrativsten Massenfleischfabriken in Deutschland, die 1897 aus der kleinen Familienmetzgerei Schweisfurth in Herten entstand. Nestlé hat angebissen, Schweisfurth die Sinnlosigkeit erkannt und 1986 vor den Toren Münchens die Herrmannsdorfer Landwerkstätten gegründet. Nicht nur, dass er erkannt hat, dass das Fleisch ökologisch aufgezogener Tiere besser schmeckt (Es gibt bzw. gab übrigens ein hervorragendes Buch von ihm zum Thema Fleisch, das heute vergriffen ist (Das Buch vom guten Fleisch, antiquarisch noch erhältlich). Darin beschreibt er viele damals unbekannte Fleischschnitte, die inzwischen die tätowierten Grillhipster wichtig auf’s Feuer schmeißen. Ein wunderbares Buch zur Warenkunde Fleisch, das bis heute aktuell ist. Ende Exkurs 😉 ) auch setzt er seine neue Saulus-zu-Paulus-Überzeugung in eben diesem landwirtschaftlichen Projekt um. Auf dem Gelände gibt es neben der Produktion (Tiere, Gemüse, Obst, Getreide) auch die Weiterverarbeitung in Form von Metzgerei, Bäckerei, Käserei und eben Brauerei. Neben dem Laden entsteht ein Restaurant mit hochwertigen, selbst erzeugten Produkten, das es mühelos in die gängigen Restaurantführer schafft. Nun aber endlich zum Bier: Bei unserem ersten Besuch für den Bierführer Oberbayern V 1.0 wurden noch alle Biere vor Ort in einer kleinen, in die Gastwirtschaft integrierten Brauerei selbst gebraut, Artikel siehe hier. Bei unserem zweiten Besuch für den Bierführer Oberbayern V. 2.0 und den kurz darauf folgenden Bio-Bierführer Deutschland wurden die Fassbiere noch vor Ort gebraut, alle Flaschen- und Saisonbiere wurden von der befreundeten, renommierten Bio-Brauerei Krieger in Riedenburg erzeugt. Artikel siehe hier. Inzwischen ist es leider so, dass vor Ort keine eigene Brautätigkeit mehr stattfindet, die Produktion der Biere wurde komplett nach Riedenburg ausgelagert. Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten in ihrem Gesamtkonzept werden aber so bis heute vom Sohn weitergeführt, unbedingt einen Besuch wert! (Stand 8/26) |