

Langsam passt’s auch mit der Reife. Jetzt (2/26) geht er langsam in die Richtung, die ich mag. Hatte er vor einigen Jahren noch etwas reduktive und laktische Noten, die fast in Richtung Holz gingen, ist er nun wunderbar offen, ohne jedoch bereits an’s Ende seines Potenzials zu gelangen.
Nun präsentiert er sich in der Nase wunderbar reif und gelbfruchtig, saftige, exotische Fruchtaromen, ja, Ananas! steigen in die Nase. Die hohe Viskosität lässt sich bereits erahnen.
Am Gaumen dann diese stoffige, gereifte Chardonnay-Fruchtigkeit, die ohne Holz auskommt, differenziert und komplex daherkommt und förmlich nach Essensbegleitung schreit.
Allerdings ist der Wein nicht nur fett, eine fein-zisselierte Mineralität ist zu jeder Zeit im Hintergrund präsent, mit etwas Luft wird diese deutlicher, kräuterige und ätherische Noten treten noch hinzu. Der Wein wirkt dadurch noch vielschichtiger.


Und auch die Idee der Kombination mit einem cremigen Risotto passte wie die Faust auf’s Auge. Die Opulenz des Weines wurde etwas zurückgenommen, die fein-kräuterigen Komponenten harmonisierten wunderbar mit der dezenten Bittere des frisch importierten Trevigiano tardivo (Radicchio Rosso di Treviso IGP).
Die Spitzen im Ofen knusprig gegrillt, das Untere kleingeschnitten mit Tropea-Zwiebeln ins Risotto. Gutes Olivenöl und weißer Pfeffer drüber, fertig.